Seit ich am Montag ausgezogen bin und zu meinem Road Trip aufgebrochen bin, bin ich also jetzt offiziell obdachlos. Ich habe mir gedacht, dass ich mir eine Menge Geld spare, wenn ich im Mai schon ausziehe und nicht noch einen Monat länger in Newark Miete bezahle. Von dem Geld, das ich da spare, kann ich ja schon fast meinen halben Road Trip bezahlen!
Mein Zimmer und meine ganze Wohnung habe ich echt gern gemocht. Da hatte ich das letzte Jahr über ein echt schönes Zuhause.
Zum Glück gibt es in Elizabeth, einem Nachbarort von Newark, einen Ikea. Den habe ich gleich im Landeanflug auf Newark entdeckt, als ich aus San Francisco gekommen bin. Der ist nämlich direkt hinter dem Flughafen. Gleich drei Tage, nachdem ich in Newark angekommen bin, habe ich mich mit Martin und Arne auf zum Haushalts-Shopping gemacht. Weil mein Zimmer möbliert war, musste ich immerhin nicht wie Arne ein ganzes Bett und einen Schreibtisch herumschleppen. Auch so kam nämlich genug zusammen. Ich bin mit einem großen und einem kleinen Koffer in Amerika angekommen. Und in den paar Tagen, die ich am Anfang bei Martin verbracht habe, hat sich schon so viel angesammelt, dass wir beide mit jeweils einem großen und einem kleinen Koffer zu mir gegangen sind. Da habe ich mich schon gefragt, was ich damit nach einem Jahr machen soll.
Mein Zimmer war viel größer, als ich es für ein Studentenwohnheimzimmer erwartet hatte. Und für mich war es ungewohnt vielseitig "einrichtbar" (gibt es ein Wort dafür?). Damit meine ich, dass das Zimmer vier gerade Wände hat mit vielen Möglichkeiten, die Möbel zu stellen. Und ich habe viel Platz an den Wänden, um Bilder, Poster und Postkarten aufzuhängen. Ich mag mein Zimmer zu Hause sehr - aber ich wollte dort immer gern mehr Sachen aufhängen, als ich mit der Dachschräge konnte. Deswegen konnte ich mich in Newark ganz kreativ austoben.
Und nach dem großen Ikea-Ausflug und noch einem zweiten kleinen eine Woche später habe ich mich richtig wohlgefühlt. Dann hatte ich Vorhänge für meinen Schrank, der vorher nur ein Brett und eine Kleiderstange an der Wand war, und sogar eine Zimmerpflanze.
Besonders toll fand ich auch, dass das Zimmer genug Platz hatte für ein großes Bett und noch Platz genug am Boden für eine große Matratze, auf der die Luisa schlafen konnte, als sie mich besucht hat. Und die Aussicht aus dem 12. Stock war natürlich auch nicht zu verachten. Von meinem Fenster aus konnte ich den ganzen Rutgers-Campus überblicken und habe außerdem fast den ganzen Tag Sonne abbekommen. Und auf der anderen Seite des Gebäudes gab es die Super-Aussicht auf Manhattan. Von unserer Lounge aus hat man einen tollen Blick auf Newark und die Skyline von Manhattan. Ein paar Hochhäuser stehen zwar in Newark ein bisschen im Weg, sa dass man keinen Postkarten-Blick auf die Stadt hat. Aber Downtown und das Empire State Building sieht man trotzdem super. Und ich muss sagen, dass diese Aussicht manchmal schon sehr vom Lernen ablenkt... Aber man will ja nicht undankbar sein!
Ja, und kaum waren alle Bilder und die USA-Flagge an der Wand aufgehängt und der Schrank randvoll mit neuen, günstigen Klamotten aus Amerika gefüllt, war es auch schon wieder Zeit, auszuziehen. Ich konnte zum Glück alles loswerden, das ich mir gekauft habe und aber nicht zurück mit nach Deutschland nehmen kann. Für alles habe ich dankbare Abnehmer oder Käufer gefunden, zum Glück! Und ich war so froh, dass mir Karina aus dem 13. Stock beim Umziehen geholfen hat. Es war ja auch schon zu zweit anstrengend gunug. Und sie ist auch so nett, dass sie meine zwei Koffer für den Monat, in dem ich unterwegs bin, bei sich in der Wohnung beherbergt. Die Koffer habe ich übrigens mit meiner neuen Kofferwaage gewogen, die ich mir extra dafür gekauft habe. Sie waren so schwer, dass ich sie kaum hochheben konnte- 30 und 31 kg. Von der Fluglinie erlaubt sind leider nur 23. Da muss ich mir die nächsten vier Wochen noch was überlegen.
Vorerst bin ich aber froh, dass der anstrengende Umzug schon vorbei ist. Als das erledigt war, wae ich so froh, dass ich gar nicht traurig war, dass ich schon ausziehe, obwohl ich normalerweise in so einer Situation schon traurig wäre. Aber ich habe es ja auch gut, dass ich nach der Reise noch zurück nach New York kommen kann. Da habe ich dann genug Zeit und Ruhe, um Abschied zu nehmen.
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Donnerstag, 19. Mai 2011
Samstag, 16. April 2011
Lena's State of Mind
Jetzt bin ich schon so lange in Amerika, dass es ja schon fast wieder Zeit für die Abreise ist. Am 11. April sind meine Mama und meine Tante nach zehn Tagen Besuch bei mir wieder nach Hause geflogen - und da war es noch genau einen Monat bis zu dem Tag, an dem hier die Uni für mich vorbei ist: am 11. Mai. Mittlerweile sind es nicht mal mehr vier Wochen bis dahin. Ich kann es wirklich kaum glauben, dass die Zeit so schnell vergangen ist.
Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich darüber denken soll. Ich freue mich einerseits natürlich sehr auf Deutschland und vor allem auf die Leute, die ich dort vermisse (auf einen ganz besonders!). Andererseits weiß ich auch, dass mir der Abschied von hier und von den Leuten, die ich hier lieb gewonnen habe, schwer fallen wird. Meine Gefühle ändern sich ja schon beim Schreiben dieses Posts.
Bis gestern war auch noch nicht wirklich klar, wann ich genau zurückkommen werde. Mein ursprünglicher Plan war genau das, was ich jetzt mache: hier zwei Semester zu studieren, dann noch einen Monat durch die USA zu reisen und dann nach Deutschland zurückzukommen. Irgendwann habe ich angefangen, mit dem Gedanken zu spielen, hier noch ein Praktikum zu machen. Ich habe aber sehr lange gebraucht, bis ich mich entschieden habe, ob ich wirklich noch länger bleiben will. Mir gefällt es hier sehr gut, New York ist toll, die Uni in Newark ist auch klasse und ich habe nette Leute kennengelernt. Trotzdem habe ich gerade auch im zweiten Semester immer wieder Heimweh gehabt. Bevor ich nach Amerika gekommen bin, dachte ich eher, dass ich am Anfang Heimweh habe und sich das dann nach und nach legt und irgendwann gar nicht mehr kommt. Es war dann aber so, dass es eigentlich ein Auf und Ab ist. Es war nie so, dass ich mir gedacht hätte, mir reicht es hier, ich will sofort nach Hause; aber doch so, dass ich mich bereit gefühlt habe, im Juni wieder zurückzugehen.
Und so habe ich hin- und herüberlegt und mich dann doch für ein paar Praktika hier beworben. Ich wollte die Chance, wenn ich jetzt schon mal hier bin, nicht ungenutzt lassen und es wenigstens versuchen. Letztendlich habe ich dann wohl zu lange gewartet und überlegt und mich erst zu spät beworben, denn ich habe kein Praktikum gefunden. Oder besser gesagt: Ich habe keine Antworten bekommen. Ablehnungsschreiben sind hier offensichtlich unüblich und werden als unwichtig eingestuft. Das lässt einen als Bewerber dann mit dem unangenehmen Gefühl in der Luft hängen, dass man irgendwann entscheiden muss, was man mit dem Sommer anfangen will, es gleichzeitig aber sein kann, dass man gleich am nächsten Tag angerufen wird, weil man ein aussichtsreicher Kandidat für eine Stelle ist. Die einzige Reaktion, die bisher kam, war eine computergenerierte Absage, dass ich nicht die Qualifikationen für die Stelle erfülle. Die E-Mail kam aber genau zwei Minuten, nachdem ich die elektronische Eingangsbestätigung für die Bewerbung bekommen hatte. Ich vermute mal, dass mich das System automatisch rausgefiltert hat, weil ich auf die Fragen "Are you a U.S. citizen or green card-holder?" und "Are you permanently authorized to work in the U.S.?" mit nein geantwortet habe - alle anderen formalen Anforderungen, die das System so schnell überprüfen kann, habe ich nämlich erfüllt. Viele andere internationale Studenten haben Ähnliches berichtet. Die einzige andere internationale Studentin, die ich kenne, die ein Praktikum gefunden hat, wird dafür nicht bezahlt - und das in einer Stadt mit Lebenshaltungskosten wie New York! Und so etwas habe ich schon im Voraus ausgeschlossen. Ich wollte mit einem Praktikum hier ja nicht reich werden, aber wenigstens die Kosten sollte es im Großen und Ganzen decken. Das Ende vom Lied war, dass ich mir einfach selbst eine Frist gesetzt habe, bis zu der ich noch Follow-Up-E-Mails rausgeschickt habe, um vielleicht doch noch eine Reaktion zu bekommen. Und da bis gestern keine einzige Reaktion gekommen ist, habe ich mich entschieden, dass ich es nicht weiter versuche und nach dem 11. Mai einfach auf große Reise gehe und dann im Juni zurückkomme.
Und das ist bei Weitem nicht das Schlechteste! Im Gegenteil, ich freue mich jetzt wahnsinnig, mehr Gewissheit zu haben und bald loszureisen - das ist ja das, was ich von Anfang an geplant hatte: zu reisen und dann im Anschluss in Deutschland ein Praktikum zu machen. Vor allem freue ich mich, weil ich schon zwei sehr nette Reisepartnerinnen habe. Das sind Anja und Steffi, die in Lawrence, Kansas, studieren. Die beiden habe ich letztes Jahr bei der Fulbright-Orientation in Berlin kennengelernt, und irgendwann haben wir den Plan geschmiedet, zusammen zu verreisen. Die Route steht noch nicht genau fest. So viel kann ich aber schon verraten: Wir werden von Lawrence aus in Richtung New Orleans starten, dann nach Westen nach Texas und zum Grand Canyon fahren, und uns dann auf den langen Weg die ganze Westküste hinauf machen. Über Vorschläge, was wir dort alles anstellen sollen, und für weitere Zwischenstopps freuen wir uns!
Und bevor es dorthin losgeht, habe ich ja hier noch ein paar Wochen Uni zu absolvieren.
An die Uni habe ich mich hier wirklich sehr gut gewöhnt. Im ersten Semester habe ich zwar auch alles gut und rechtzeitig geschafft, aber das war schon manchmal sehr, sehr stressig. Spätestens dieses Semester bin ich wirklich gut im amerikanischen Uni-Betrieb angekommen und ich weiß viel besser als am Anfang, wie ich meine Zeit einteilen muss, um unzählige Bücher und Papers für die Seminare, noch mehr Bücher für meine eigenen Projekte, Teamarbeiten und Präsentationen unter einen Hut zu bringen. Auch letztes Semester habe ich viel neben der Uni in New York und Umgebung unternommen, bin zu kulturellen Events gegangen, habe mich mit Freunden getroffen und bin weggegangen. Manchmal hat darunter dann aber schon der Schlaf oder der Kontakt mit Freunden zu Hause gelitten (Entschuldigung an dieser Stelle!). Dieses Semester hingegen habe ich das Gefühl, dass ich mehr unternehme, viel mehr verreise, meine zahlreichen Besucher aus Deutschland unterhalten kann, mich mehr ausruhen kann und trotzdem noch gut an der Uni sein kann. Hoffentlich hält das die nächsten Wochen auch noch so an!
Bis zum Ende des Semesters muss ich noch drei Arbeiten schreiben - jeweils eine in jedem meiner drei Kurse "Immigration and Performace", "Race and Sexual Politics in the Modern U.S." und "Sociology of Urban Education". Zwei kürzere Papers und ein längeres habe ich schon geschrieben. Und viele Präsentationen gehalten.
Abgesehen von der Uni habe ich auch noch einiges geplant: eine Twilight Cruise um Manhattan herum mit One to World, einen Besuch als Lehrerin in einer New Yorker Schule im Rahmen des Global Classroom Program, eine Fahrradtour mit diesmal wirklich blühenden Kirschbäumen, einen Besuch und ein Briefing über die aktuelle Situation in Libyen im UNO-Hauptgebäude, ein Ausflug in den Bronx Zoo und nicht zuletzt auch noch eine Reise nach Chicago. Das werden auf alle Fälle noch spannende und erlebnisreiche Wochen hier!
Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich darüber denken soll. Ich freue mich einerseits natürlich sehr auf Deutschland und vor allem auf die Leute, die ich dort vermisse (auf einen ganz besonders!). Andererseits weiß ich auch, dass mir der Abschied von hier und von den Leuten, die ich hier lieb gewonnen habe, schwer fallen wird. Meine Gefühle ändern sich ja schon beim Schreiben dieses Posts.
Bis gestern war auch noch nicht wirklich klar, wann ich genau zurückkommen werde. Mein ursprünglicher Plan war genau das, was ich jetzt mache: hier zwei Semester zu studieren, dann noch einen Monat durch die USA zu reisen und dann nach Deutschland zurückzukommen. Irgendwann habe ich angefangen, mit dem Gedanken zu spielen, hier noch ein Praktikum zu machen. Ich habe aber sehr lange gebraucht, bis ich mich entschieden habe, ob ich wirklich noch länger bleiben will. Mir gefällt es hier sehr gut, New York ist toll, die Uni in Newark ist auch klasse und ich habe nette Leute kennengelernt. Trotzdem habe ich gerade auch im zweiten Semester immer wieder Heimweh gehabt. Bevor ich nach Amerika gekommen bin, dachte ich eher, dass ich am Anfang Heimweh habe und sich das dann nach und nach legt und irgendwann gar nicht mehr kommt. Es war dann aber so, dass es eigentlich ein Auf und Ab ist. Es war nie so, dass ich mir gedacht hätte, mir reicht es hier, ich will sofort nach Hause; aber doch so, dass ich mich bereit gefühlt habe, im Juni wieder zurückzugehen.
Und so habe ich hin- und herüberlegt und mich dann doch für ein paar Praktika hier beworben. Ich wollte die Chance, wenn ich jetzt schon mal hier bin, nicht ungenutzt lassen und es wenigstens versuchen. Letztendlich habe ich dann wohl zu lange gewartet und überlegt und mich erst zu spät beworben, denn ich habe kein Praktikum gefunden. Oder besser gesagt: Ich habe keine Antworten bekommen. Ablehnungsschreiben sind hier offensichtlich unüblich und werden als unwichtig eingestuft. Das lässt einen als Bewerber dann mit dem unangenehmen Gefühl in der Luft hängen, dass man irgendwann entscheiden muss, was man mit dem Sommer anfangen will, es gleichzeitig aber sein kann, dass man gleich am nächsten Tag angerufen wird, weil man ein aussichtsreicher Kandidat für eine Stelle ist. Die einzige Reaktion, die bisher kam, war eine computergenerierte Absage, dass ich nicht die Qualifikationen für die Stelle erfülle. Die E-Mail kam aber genau zwei Minuten, nachdem ich die elektronische Eingangsbestätigung für die Bewerbung bekommen hatte. Ich vermute mal, dass mich das System automatisch rausgefiltert hat, weil ich auf die Fragen "Are you a U.S. citizen or green card-holder?" und "Are you permanently authorized to work in the U.S.?" mit nein geantwortet habe - alle anderen formalen Anforderungen, die das System so schnell überprüfen kann, habe ich nämlich erfüllt. Viele andere internationale Studenten haben Ähnliches berichtet. Die einzige andere internationale Studentin, die ich kenne, die ein Praktikum gefunden hat, wird dafür nicht bezahlt - und das in einer Stadt mit Lebenshaltungskosten wie New York! Und so etwas habe ich schon im Voraus ausgeschlossen. Ich wollte mit einem Praktikum hier ja nicht reich werden, aber wenigstens die Kosten sollte es im Großen und Ganzen decken. Das Ende vom Lied war, dass ich mir einfach selbst eine Frist gesetzt habe, bis zu der ich noch Follow-Up-E-Mails rausgeschickt habe, um vielleicht doch noch eine Reaktion zu bekommen. Und da bis gestern keine einzige Reaktion gekommen ist, habe ich mich entschieden, dass ich es nicht weiter versuche und nach dem 11. Mai einfach auf große Reise gehe und dann im Juni zurückkomme.
Und das ist bei Weitem nicht das Schlechteste! Im Gegenteil, ich freue mich jetzt wahnsinnig, mehr Gewissheit zu haben und bald loszureisen - das ist ja das, was ich von Anfang an geplant hatte: zu reisen und dann im Anschluss in Deutschland ein Praktikum zu machen. Vor allem freue ich mich, weil ich schon zwei sehr nette Reisepartnerinnen habe. Das sind Anja und Steffi, die in Lawrence, Kansas, studieren. Die beiden habe ich letztes Jahr bei der Fulbright-Orientation in Berlin kennengelernt, und irgendwann haben wir den Plan geschmiedet, zusammen zu verreisen. Die Route steht noch nicht genau fest. So viel kann ich aber schon verraten: Wir werden von Lawrence aus in Richtung New Orleans starten, dann nach Westen nach Texas und zum Grand Canyon fahren, und uns dann auf den langen Weg die ganze Westküste hinauf machen. Über Vorschläge, was wir dort alles anstellen sollen, und für weitere Zwischenstopps freuen wir uns!
Und bevor es dorthin losgeht, habe ich ja hier noch ein paar Wochen Uni zu absolvieren.
An die Uni habe ich mich hier wirklich sehr gut gewöhnt. Im ersten Semester habe ich zwar auch alles gut und rechtzeitig geschafft, aber das war schon manchmal sehr, sehr stressig. Spätestens dieses Semester bin ich wirklich gut im amerikanischen Uni-Betrieb angekommen und ich weiß viel besser als am Anfang, wie ich meine Zeit einteilen muss, um unzählige Bücher und Papers für die Seminare, noch mehr Bücher für meine eigenen Projekte, Teamarbeiten und Präsentationen unter einen Hut zu bringen. Auch letztes Semester habe ich viel neben der Uni in New York und Umgebung unternommen, bin zu kulturellen Events gegangen, habe mich mit Freunden getroffen und bin weggegangen. Manchmal hat darunter dann aber schon der Schlaf oder der Kontakt mit Freunden zu Hause gelitten (Entschuldigung an dieser Stelle!). Dieses Semester hingegen habe ich das Gefühl, dass ich mehr unternehme, viel mehr verreise, meine zahlreichen Besucher aus Deutschland unterhalten kann, mich mehr ausruhen kann und trotzdem noch gut an der Uni sein kann. Hoffentlich hält das die nächsten Wochen auch noch so an!
Bis zum Ende des Semesters muss ich noch drei Arbeiten schreiben - jeweils eine in jedem meiner drei Kurse "Immigration and Performace", "Race and Sexual Politics in the Modern U.S." und "Sociology of Urban Education". Zwei kürzere Papers und ein längeres habe ich schon geschrieben. Und viele Präsentationen gehalten.
Abgesehen von der Uni habe ich auch noch einiges geplant: eine Twilight Cruise um Manhattan herum mit One to World, einen Besuch als Lehrerin in einer New Yorker Schule im Rahmen des Global Classroom Program, eine Fahrradtour mit diesmal wirklich blühenden Kirschbäumen, einen Besuch und ein Briefing über die aktuelle Situation in Libyen im UNO-Hauptgebäude, ein Ausflug in den Bronx Zoo und nicht zuletzt auch noch eine Reise nach Chicago. Das werden auf alle Fälle noch spannende und erlebnisreiche Wochen hier!
Donnerstag, 24. März 2011
Der Frühling kommt ... nicht!
Da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Der Frühling lässt wohl doch noch länger auf sich warten, als ich gedacht habe.
Als ich letzte Woche am Mittwoch aus Jamaica wieder nach Newark gekommen bin, habe ich mich schon so gefreut, weil es wirklich warm war. Da dachte ich mir, ich muss mich gar nicht mehr so stark umstellen. Am Donnerstag hatte es 17 Grad - schön frühlingshaft. Am Freitag dann das Highlight: 26 Grad, Sonnenschein! Leider musste ich an dem Tag viel für mein Midterm Paper machen (in Jamaica hab ich natürlich nichts gemacht...), aber am Nachmittag habe ich dann doch einen kleinen Spaziergang draußen gemacht. Sehr, sehr schön! Da ist mir dann erst aufgefallen, wie sehr ich hier die Sonne und Wärme den Winter über vermisst habe.
Zu den nächsten beiden Tagen kann ich leider nichts sagen - da habe ich mich mehr oder weniger den ganzen Tag in der Wohnung verkrochen und die Hausarbeit geschrieben. Und dann am Montag der Schock: Ich stehe auf, mache die Rollläden auf und was sehe ich: Schnee! Und das auch noch am Frühlingsanfang. In Deutschland macht ja sprichwörtlich der April, was er will. Hier in den USA ist es wohl eher der März. Heute hat es auch schon wieder geschneit. Wer auch immer das Wetter hier versteht, ich bin es nicht.
Hoffentlich ändert sich das bald wieder! Schön langsam bin ich ja auch schon so lange hier, dass es Zeit wird, wieder an die Heimreise zu denken. In weniger als zwei Monaten ist die Uni vorbei und dann ist mein USA-Aufenthalt zu Ende, zumindest, was das Studium angeht. Und da mich in eineinhalb Wochen meine Mama besuchen kommt, wollte ich ihr eigentlich schon einige Klamotten mit nach Hause geben, damit ich in meinem Koffer für alles andere Platz habe, wenn ich selbst heimfliege. Eigentlich dachte ich, dass ich ihr problemlos die Winterklamotten mitgeben kann, weil ich die dann nicht mehr brauche. Aber wer weiß?
Als ich letzte Woche am Mittwoch aus Jamaica wieder nach Newark gekommen bin, habe ich mich schon so gefreut, weil es wirklich warm war. Da dachte ich mir, ich muss mich gar nicht mehr so stark umstellen. Am Donnerstag hatte es 17 Grad - schön frühlingshaft. Am Freitag dann das Highlight: 26 Grad, Sonnenschein! Leider musste ich an dem Tag viel für mein Midterm Paper machen (in Jamaica hab ich natürlich nichts gemacht...), aber am Nachmittag habe ich dann doch einen kleinen Spaziergang draußen gemacht. Sehr, sehr schön! Da ist mir dann erst aufgefallen, wie sehr ich hier die Sonne und Wärme den Winter über vermisst habe.
Zu den nächsten beiden Tagen kann ich leider nichts sagen - da habe ich mich mehr oder weniger den ganzen Tag in der Wohnung verkrochen und die Hausarbeit geschrieben. Und dann am Montag der Schock: Ich stehe auf, mache die Rollläden auf und was sehe ich: Schnee! Und das auch noch am Frühlingsanfang. In Deutschland macht ja sprichwörtlich der April, was er will. Hier in den USA ist es wohl eher der März. Heute hat es auch schon wieder geschneit. Wer auch immer das Wetter hier versteht, ich bin es nicht.
Hoffentlich ändert sich das bald wieder! Schön langsam bin ich ja auch schon so lange hier, dass es Zeit wird, wieder an die Heimreise zu denken. In weniger als zwei Monaten ist die Uni vorbei und dann ist mein USA-Aufenthalt zu Ende, zumindest, was das Studium angeht. Und da mich in eineinhalb Wochen meine Mama besuchen kommt, wollte ich ihr eigentlich schon einige Klamotten mit nach Hause geben, damit ich in meinem Koffer für alles andere Platz habe, wenn ich selbst heimfliege. Eigentlich dachte ich, dass ich ihr problemlos die Winterklamotten mitgeben kann, weil ich die dann nicht mehr brauche. Aber wer weiß?
Samstag, 25. Dezember 2010
Halbzeit...
Aus, aus und vorbei - das erste Semester hier hab ich hinter mir!
In den 15 Wochen, die das Semester hier gedauert hat, habe ich eine schier unglaubliche Anzahl an Büchern gelesen.
Für meinen Kurs "Greater New York Since 1898":
Für "Immigration and American Culture and Society"
Für "Urban Educational Policy and School Improvement"
Zusätzlich noch unzählige Paper und Bücher, die nicht Teil der regulären Assignments waren, sondern die nur alleine oder zusammen mit ein paar anderen lesen musste, entweder für Referate oder (den größten Teil davon) für mein Forschungsprojekt im Seminar über New York.
Zusätzliche habe ich noch zwei lange Essays (für den New York- und den Einwanderungs-Kurs) und zwei kurze (für den Bildungspolitik-Kurs) produziert. Und die drei Referate und zwei Book Reviews, die ich auch noch anfertigen musste, nicht zu vergessen.
Alles in allem wirklich sehr, sehr viel Arbeit, bei der ich aber auch wirklich viel gelernt habe. Nichtsdestotrotz freue ich mich jetzt sehr auf einen Monat, EINEN GANZEN MONAT, ohne Uni, ohne Hausarbeiten und nur mit Büchern, die ich zu meinem Privatvergnügen lese!!! Und vor allem auf die Zeit, die ich jetzt mit dem Thomas verbringen kann!
In den 15 Wochen, die das Semester hier gedauert hat, habe ich eine schier unglaubliche Anzahl an Büchern gelesen.
Für meinen Kurs "Greater New York Since 1898":
- Joanne Reitano, The Restless City: A Short History of New York from Colonial Times to the Present
- Christine Stansell, American Moderns: Bohemian New York and the Creation of a New Century
- Shane White et al., Playing the Numbers: Gambling in Harlem Between the Wars
- Samuel Zipp, Manhattan Projects: The Rise and Fall of Urban Renewal in Cold War New York
- Rosalyn Baxandall and Elizabeth Ewen, Picture Windows: How the Suburbs Happened
- Sharon Zukin, Naked City: The Death and Life of Authentic Urban Places
- Wayne C. Booth et al., The Craft of Research
Für "Immigration and American Culture and Society"
- John Higham, Strangers in the Land: Patterns of American Nativism, 1860-1925
- Henry Yu: Thinking Orientals: Migration, Contact, and Exoticism in Modern America
- Gary Gerstle, Working Class Americanism: The Politics of Labor in a Textile City
- Erika Lee, At America’s Gates: Chinese Immigration During the Exclusion Era, 1882-1943
- Linda Gordon, The Great Arizona Orphan Abduction
- Victoria Hattam, In the Shadow of Race: Jews, Latinos, and Immigrant Politics in the United States
- Mae Ngai, Impossible Subjects: Illegal Aliens and the Making of Modern America
- Eiichiro Azuma, Between Two Empires: Race, History, and Transnationalism in Japanese America
- Matthew Jacobson, Whiteness of a Different Color: European Immigrants and the Alchemy of Race
- Aihwa Ong, Flexible Citizenship: The Cultural Logics of Transnationality
- Alexandra Stern, Eugenic Nation: Faults and Frontiers of Better Breeding in Modern America
Für "Urban Educational Policy and School Improvement"
- Diane Ravitch, Left Back: A Century of Battles over School Reform
- David Tyack and Larry Cuban, Tinkering Toward Utopia: A Century of Public School Reform
- Anthony Bryk et al., Organizing Schools for Improvement: Lessons from Chicago
- Charles Payne, So Much Reform, So Little Change: The Persistence of Failure in Urban Schools
- Linda Darling-Hammond, The Flat World and Education: How America's Commitment to Equity Will Determine Our Future
- Ronald Ferguson, Toward Excellence with Equity: An Emerging Vision for Closing the Achievement Gap
Zusätzlich noch unzählige Paper und Bücher, die nicht Teil der regulären Assignments waren, sondern die nur alleine oder zusammen mit ein paar anderen lesen musste, entweder für Referate oder (den größten Teil davon) für mein Forschungsprojekt im Seminar über New York.
Zusätzliche habe ich noch zwei lange Essays (für den New York- und den Einwanderungs-Kurs) und zwei kurze (für den Bildungspolitik-Kurs) produziert. Und die drei Referate und zwei Book Reviews, die ich auch noch anfertigen musste, nicht zu vergessen.
Alles in allem wirklich sehr, sehr viel Arbeit, bei der ich aber auch wirklich viel gelernt habe. Nichtsdestotrotz freue ich mich jetzt sehr auf einen Monat, EINEN GANZEN MONAT, ohne Uni, ohne Hausarbeiten und nur mit Büchern, die ich zu meinem Privatvergnügen lese!!! Und vor allem auf die Zeit, die ich jetzt mit dem Thomas verbringen kann!
Dienstag, 26. Oktober 2010
9 Zeichen, dass man anfängt, zum New Yorker zu werden
1. Die Leute, die am Times Square stehen und Fotos schießen, werden ein bisschen nervig, weil sie den Weg blockieren, wenn man einfach nur vorbei will.
2. Man weiß, dass man mit hohen Schuhen den Lüftungsschächten der U-Bahn ausweichen muss.
[2,5. Das U-Bahn-System muss man deswegen aber noch lange nicht auswendig können!]
3. Anblicke wie diesen hat man schon oft gesehen.
4. Man weiß, dass in Downtown abends nach 18 Uhr tote Hose ist, weil alle Leute, die dort arbeiten, schon zu Hause sind.
5. Man hat Manhattan mal verlassen und sich in den anderen Boroughs umgeschaut.
6. In den Straßen findet man sich ohne Stadtplan zurecht. Das ist zuegegebenermaßen nicht sehr schwer, weil die Straßen und Avenues ja alle nummeriert sind.
7. Man läuft mit einem Becher in der Hand durch die Gegend: Bubble Tea, Kaffee, Tee, Eis, ganz egal!
8. Man bleibt nicht an der roten Ampel stehen. Wirklich nicht!
9. Man weiß, dass es auf der 5th Avenue nicht nur super-teure Geschäfte gibt, sondern auch welche für den schmalen Studenten-Geldbeutel.
Aber die vielen süßen Eichhörnchen auf Bäumen, in Parks und zwischen den Häusern faszinieren mich immer noch! Genauso wie vieles andere natürlich auch. :-)
2. Man weiß, dass man mit hohen Schuhen den Lüftungsschächten der U-Bahn ausweichen muss.
[2,5. Das U-Bahn-System muss man deswegen aber noch lange nicht auswendig können!]
3. Anblicke wie diesen hat man schon oft gesehen.
4. Man weiß, dass in Downtown abends nach 18 Uhr tote Hose ist, weil alle Leute, die dort arbeiten, schon zu Hause sind.
5. Man hat Manhattan mal verlassen und sich in den anderen Boroughs umgeschaut.
6. In den Straßen findet man sich ohne Stadtplan zurecht. Das ist zuegegebenermaßen nicht sehr schwer, weil die Straßen und Avenues ja alle nummeriert sind.
7. Man läuft mit einem Becher in der Hand durch die Gegend: Bubble Tea, Kaffee, Tee, Eis, ganz egal!
8. Man bleibt nicht an der roten Ampel stehen. Wirklich nicht!
9. Man weiß, dass es auf der 5th Avenue nicht nur super-teure Geschäfte gibt, sondern auch welche für den schmalen Studenten-Geldbeutel.
Aber die vielen süßen Eichhörnchen auf Bäumen, in Parks und zwischen den Häusern faszinieren mich immer noch! Genauso wie vieles andere natürlich auch. :-)
Freitag, 1. Oktober 2010
Amerikaner und ihr Bild von Deutschland
Als letzte Woche mein Koffer aus Deutschland mit dem Dirndl drin ankam, habe ich das gleich meinen Mitbewohnerinnen gezeigt. Sie fanden es alle sehr schön, aber eine hat gefragt, ob das ein normales Alltagskleid ist. Sie hat aber schon vermutet, dass nicht. Ich habe ihr dann erklärt, dass wir das natürlich nicht immer tragen und auch nicht in allen Teilen von Deutschland. Ich habe ich mir dann gedacht, woher soll sie es auch wissen. Ich weiß ja auch nicht, ob in Indien ein Sari für den Alltag oder für besondere Anlässe ist.
A propos Dirndl: Wenn ich erzähle, dass ich aus München komme, kommt in 80 Prozent der Fälle im nächsten Satz, den die Amis sprechen, die Wörter "Oktoberfest" oder "beer" vor. Jaja, so ist das mit den Bayern in der Welt - überall werden sie nur auf Bier und die Wiesn reduziert. ;-) Ich wurde schon ziemlich oft gefragt, wie mir das amerikanische Bier schmeckt (schlecht!) und ob wir wirklich Bier aus Masskrügen trinken (ja!). Viele erwähnen dann auch irgendetwas von deutscher Wurst, aber da muss ich sie leider enttäuschen und sagen, dass ich da keine große Kennerin bin.
Abgesehen von diesen Klischees fragen die meisten interessiert nach, wenn ich erzähle, dass ich aus Deutschland komme: Zum Beispiel über die Politik in Deutschland, über das Schul- und Uni-Leben, meine Familie, die Kultur usw. Und ich habe viele Amerikaner getroffen, die schon nach Deutschland gereist sind und mir dann von ihren Eindrücken dort erzählen. Die Top-Reiseziele unter ihnen scheinen Berlin, Heidelberg und München zu sein. Manche waren auch in Städten wie Düsseldorf oder Wiesbaden (gibt es da was Interessantes zu sehen?) Einige, die ich kennengelernt habe, waren selbst schon eine Zeit lang im Ausland: in Deutschland, Frankreich, Spanien, Australien oder Argentinien. Es stimmt also gar nicht, dass die Amerikaner ihr Land nie verlassen und ganz komische Vorstellungen über Europa und den Rest der Welt haben
Außerdem ist mir noch aufgefallen, wie viele Leute hier deutsche Wurzeln haben. Das wusste ich zwar eigentlich vorher aus dem Studium schon irgendwie im Hinterkopf, aber so richtig bemerkt habe ich es erst hier. Folgende Konversation habe ich schon oft geführt:
- Amerikaner: "Where are you from?"
- Ich: "I'm from Germany."
- Amerikaner: "Oh, I'm German, too! A few generations ago though."
Besonders bemerkenswert finde ich dann, dass viele sich wirklich als "German" bezeichnen und nicht als "German American". Und wie genau einige wissen, welcher ihrer Vorfahren (Ur-Großvater mütterlicherseits mit Bruder oder so) von wo in Deutschland eingewandert sind und wo sie sich niedergelassen haben.
Die folgende Karte zeigt alle amerikanischen Counties und die Herkunft der Vorfahren, die die Leute dort angeben. Das viele Hellblaue sind die, deren Familien aus Deutschland eingewandert sind.
Die meisten Amerikaner sind überrascht, wie klein Deutschland ist. Ist verständlich - wenn ich daran denke, wie groß die USA sind, kommt mir Deutschland auch klein vor. Mein Flug von San Francisco nach Newark, also ein Mal quer über den Kontinent, hat fünf Stunden gedauert. Zum Vergleich: Die schlaue Seite www.meine-flugzeit.de hat mir gesagt, dass zum Beispiel ein Flug von München nach Moskau nur drei Stunden dauert, und dass man von München aus in viereinhalb Stunden in Baghdad oder Teheran sein kann (wenn man denn da hin will). Und in der gleichen Zeit kann man Deutschland sicher von Westen nach Osten ganz und von Norden nach Süden halb durchqueren. Wenn ich sage, dass etwas weit weg ist, weil es drei Stunden mit dem Auto entfernt liegt, zucken die Amis nur mit den Schultern. Da ist das ganz normal. Es gibt hier auch Leute, die jeden Tag eineinhalb Stunden mit dem Auto in die Arbeit fahren - einfach. Man gewöhnt sich aber schnell an die Entfernungen hier. Ich bin ja mit dem Bus viereinhalb Stunden nach Boston gefahren, obwohl ich nur von Samstag Mittag bis Sonntag Abend dort war.
Das ist alles, was mir bis jetzt über Amerikaner und Deutschland aufgefallen ist. In den nächsten Monaten kommt bestimmt noch mehr, und dann gibt es einfach einen neuen Blog-Eintrag.
P.S.: Die Seite ist wirklich schlau. Dank ihr weiß ich jetzt auch, dass ich gerade 6481 Kilometer von zu Hause weg bin.
Montag, 30. August 2010
5 things to know about the USA
Nach zwei Wochen Amerika ist die Zeit reif für ein paar Beobachtungen über das alltägliche Leben in den USA.
1. Bei mir im Haus wird sogar Müll getrennt. Nach den drei Kategorien "Trash", Papier und Aluminium/Glas/Plastik. Warum Alu, Plastik und Glas alles in eine Tonne kommt, versteh ich aber noch nicht so ganz.
2. Wo wir schon beim Müll sind: Eine Sache, die ich mir sparen kann, sind Mülltüten. Ich bin mir sicher, dass ich in diesem ganzen Jahr kein einziges Mal eine Mülltüte kaufen muss. Hier bekommt man bei jedem Einkauf seine Sachen in ungefähr fünf Plastiktüten gepackt. Das reicht für den Müll, den ich produziere, locker aus.
3. Die Öffnungszeiten hier sind ein Traum. IKEA am Sonntag - kein Problem. Food-Shopping am Sonntag Abend um 20 Uhr - auch kein Problem. Man braucht mal eben am Freitag um 15 Uhr an der Uni etwas von der Sekretärin - selbstverständlich ist sie da.
4. Die Leute hier sind langsamer als in Deutschland. Auf der Straße gehen sie langsamer, im Supermarkt kassieren sie langsamer, und sie steigen langsamer in die U-Bahn ein. Das muss nichts Schlechtes heißen - ich habe mich gefragt, ob wir vielleicht in Deutschland einfach ein bisschen "stressiger" sind. Es ist ja schon angenehm, wenn man an der Supermarktkasse nicht gleich am Anfang des Fließbands den Geldbeutel aus der Tasche reißen muss und das Geld parat haben muss, damit man mit der wahnsinnig schnellen Aldi-Kassiererin mithalten kann, die in einem Affenzahn die Waren über den Scanner zieht.
5. So gut wie alles ist hier behindertengerecht. Und damit meine ich nicht nur zugänglich für Rollstulfahrer. Die Geldautomaten können mit Blinden "sprechen" (bzw. sie lesen vor, was auf dem Display steht) und alle Türen in der Uni und meinem Wohnheim haben die Zimmernummern in Braille-Schrift auf den Schildern.
1. Bei mir im Haus wird sogar Müll getrennt. Nach den drei Kategorien "Trash", Papier und Aluminium/Glas/Plastik. Warum Alu, Plastik und Glas alles in eine Tonne kommt, versteh ich aber noch nicht so ganz.
2. Wo wir schon beim Müll sind: Eine Sache, die ich mir sparen kann, sind Mülltüten. Ich bin mir sicher, dass ich in diesem ganzen Jahr kein einziges Mal eine Mülltüte kaufen muss. Hier bekommt man bei jedem Einkauf seine Sachen in ungefähr fünf Plastiktüten gepackt. Das reicht für den Müll, den ich produziere, locker aus.
3. Die Öffnungszeiten hier sind ein Traum. IKEA am Sonntag - kein Problem. Food-Shopping am Sonntag Abend um 20 Uhr - auch kein Problem. Man braucht mal eben am Freitag um 15 Uhr an der Uni etwas von der Sekretärin - selbstverständlich ist sie da.
4. Die Leute hier sind langsamer als in Deutschland. Auf der Straße gehen sie langsamer, im Supermarkt kassieren sie langsamer, und sie steigen langsamer in die U-Bahn ein. Das muss nichts Schlechtes heißen - ich habe mich gefragt, ob wir vielleicht in Deutschland einfach ein bisschen "stressiger" sind. Es ist ja schon angenehm, wenn man an der Supermarktkasse nicht gleich am Anfang des Fließbands den Geldbeutel aus der Tasche reißen muss und das Geld parat haben muss, damit man mit der wahnsinnig schnellen Aldi-Kassiererin mithalten kann, die in einem Affenzahn die Waren über den Scanner zieht.
5. So gut wie alles ist hier behindertengerecht. Und damit meine ich nicht nur zugänglich für Rollstulfahrer. Die Geldautomaten können mit Blinden "sprechen" (bzw. sie lesen vor, was auf dem Display steht) und alle Türen in der Uni und meinem Wohnheim haben die Zimmernummern in Braille-Schrift auf den Schildern.
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