Heute jährt sich mein Abflug nach Amerika. Deshalb wird es höchste Zeit, dass ich erzähle, was ich alles seit dem letzten Blog-Eintrag gemacht habe. Jetzt bin ich wieder in Deutschland und das Abenteuer Amerika ist vorbei. In diesem Jahr habe ich viel gelernt, viel studiert, viel Spaß gehabt, viel gesehen, viel Schönes erlebt, viele nette Leute kennengelernt, viele tolle Sachen erlebt und durchaus auch viel Heimweh gehabt. Das Jahr war so aufregend und erlebnisreich, dass wohl niemand außer mir selbst wirklich verstehen kann, wie sehr ich mich persönlich und akademisch weiterentwickelt habe und wie sehr mich vieles beeindruckt hat. Ich bin sehr froh und unglaublich dankbar über die Unterstützung, die ich finanziell von Fulbright und psychologisch von Thomas, meiner Familie und meinen Freunden bekommen habe. Ohne euch alle hätte ich das nicht geschafft und das Jahr wäre nur halb so schön gewesen!
Ich hoffe, dass mein Blog dieses Jahr über zumindest einen kleinen Eindruck davon geben konnte, was ich gemacht, gesehen und erlebt habe.
Seit ich das letzte Mal darüber gebloggt habe, dass ich aus meiner Wohnung in Newark ausgezogen bin, habe ich sehr viel gemacht - aber der Reihe nach:
Road Trip
Eine Woche nach Semesterende bin ich von New York aus nach Kansas geflogen, um mich dort mit Anja und Steffi zu treffen und unseren Road Trip zu starten. Unterwegs in Las Vegas ist dann noch Jenny dazugekommen und wir sind zu viert weitergebraust. Wir sind vier Wochen lang quer durchs halbe Land gefahren und haben wunderschöne Nationalparks, aufregende Städte und bezaubernde Landschaften gesehen. Insgesamt waren wir in 18 Staaten unterwegs und sind fast 12.000 Kilometer gefahren. Die Reise hat viel Spaß gemacht und mir unglaublich tolle Eindrücke von der Vielfalt und Weite der USA beschert. Ich weiß noch nicht, wie ich den Road Trip blog-technisch verarbeiten kann, weil es dazu einfach zu viele Fotos und zu viel zu erzählen gibt. Hier zumindest ein Eindruck von unserer Route:
Entspannen in New York und Umgebung
Nachdem ich das zweite Semester abgeschlossen hatte, war noch genug Zeit, um ganz ohne Stress New York und die umliegende Gegend zu genießen. Im Mai habe ich im Central Park am Wochenende ein Abschiedspicknick organisiert, zu dem alle Leute gekommen sind, die mir in diesem Jahr ans Herz gewachsen sind. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück: Obwohl es die ganze Zeit ziemlich bewölkt war, hat es erst angefangen zu regnen, als wir sowieso gerade aufbrechen und in eine Bar weiterziehen wollten.
Auch nachdem ich vom Road Trip wieder zurückgekommen bin, hatte ich noch genug Zeit, die Gegend zu genießen und mich von anderen Leuten zu verabschieden. Ich habe ausgedehnte Spaziergänge durch viele Stadtteile gemacht, bin ins Guggenheim-Museum gegangen und habe sogar Michael Ballack im Chinatown bei einem Fußballspiel entdeckt.
Heimkehr nach Deutschland
Am 21. Juni war es dann so weit: Der Rückflug nach Deutschland stand an! Wayan und Karina, zwei Freundinnen aus Amerika, waren so nett und haben mich zum Flughafen gebracht. Sonst hätte ich mit meinen zwei großen Koffern und meinem Handgepäck, das 17 Kilo gewogen hat, wirklich Probleme bekommen. Nach einem Flug über Nacht bin ich an einem wunderschönen warmen Sommertag in München gelandet. Zum Wiedersehen sage ich nur eins: Es war schön! :-)
Über mein Empfangskomitee am Münchner Flughafen habe ich mich sehr gefreut, genauso wie über das Wiedersehen mit den Mädels.
Der erste Unterschied, der mit im Vergleich zu Amerika aufgefallen ist, hat mit dem Einkaufen zu tun. Am Tag nach meiner Ankunft wollte ich Einkaufen gehen - ging aber nicht, weil Feiertag war. Bye-bye Einkaufen sonntags und abends... Und als ich dann doch ein paar Tage später im Supermarkt war, ist mir aufgefallen, dass die Verkäufer nicht entspannt sind wie in Amerika und einem noch helfen, die Waren in Tüten einzupacken. Im Gegenteil: Hier muss man schauen, dass man möglichst schnell nach der Kasse das Weite sucht, damit sich nicht die Einkäufe der Hintermänner auf den eigenen stapeln.
Geburtstagsfeier
Meinen Geburtstag am 30. Juni habe ich mit einer Welcome-Back-Foto-und-Burger-Session verbunden. Wir haben im Garten Burger gegrillt (was sonst nach einem Jahr Amerika?) und viele Fotos vom Road Trip und anderen Sachen in Amerika angeschaut. Neben den üblichen Verdächtigen war noch jemand anders bei der Feier dabei: Martin, mein Fulbright-Kollege aus Newark. Er macht den Sommer über ein Praktikum in Düsseldorf und ist für ein Wochenende nach München gekommen. Da hat es sich gut getroffen, dass ich da gleich gefeiert habe. Am nächsten Tag habe ich ihm dann eine Stadtführung durch München gegeben, wo wir unter anderem die Eisbach-Surfer gesehen haben.
Praktikumssuche
Kaum heimgekommen, ging es auch schon mit dem Ernst des Lebens weiter. Ich habe mich auf die Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung für die nächsten sechs Monate gemacht, also ein Praktikum, bevor ich dann nächstes Jahr meine Magisterarbeit schreibe. Das Ganze ging sehr gut und problemlos voran, und am 1. September fange ich in der Konzernzentrale der Allianz in München in der Unternehmenskommunikation an. Ich freue mich schon sehr darauf. Wer dazu mehr wissen will, kann mich gerne anschreiben.
Wohnungssuche
Und passend zum neuen Job gibt es auch noch eine neue Wohnung! Glücklicherweise kann ich von einem anderen Münchner Fulbrighter, der wieder zurück in die USA geht, die Wohnung übernehmen. Ab September residiere ich also in der Maxvorstadt mitten drin im Geschehen. Die Wohnung ist klein, aber fein, und das Beste ist die Lage: Keine zehn Minuten zu Fuß zum Thomas und in die Arbeit brauche ich gerade mal eine Viertelstunde, weil der Bus direkt vor der Haustür hält. Nächste Woche steht der Umzug an.
Was passiert jetzt mit dem Blog?
Den Blog habe ich angefangen zu schreiben, damit sich jeder ein Bild von meiner Zeit in Amerika machen kann. Jetzt bin ich wieder da, aber ich habe noch ein paar Geschichten auf Lager, von denen ich gerne noch erzählen würde und zu denen ich bisher noch nichts oder nur einen Entwurf geschrieben habe. Es lohnt sich also, immer noch ab und zu auf dem Blog vorbeizuschauen. Vorschläge, was ich mit dem Blog machen soll, nachdem ich auch diese Geschichten erzählt habe, sind gern gesehen!
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Dienstag, 16. August 2011
Donnerstag, 14. April 2011
Tagesausflug nach Philadelphia
Ende Februar bin ich mit meiner Mit-Fulbrighterin Gergana für einen spontanen Tagesausflug nach Philadelphia gefahren. Philadelphia liegt nur ungefähr 150 Kilometer von New York weg; in zwei Stunden Autofahrt ist man da. Perfekt also für einen Freitagsausflug nach einer langen Uniwoche! Einmal mehr habe ich mich darüber gefreut, dass es dank zahlreicher Angebote und Konkurrenz im Nordosten der USA so leicht und günstig ist, mit dem Bus zu verreisen. Für unsere einen Tag vorher gebuchte Busfahrt haben wir bei Megabus gerade mal $19 pro Person bezahlt - das sind bei dem aktuellen Dollarkurs ungefähr 13 Euro! Das sollte in Deutschland mal endlich einer nachmachen!
In Philadelphia gibt es viel Historisches zu sehen. Die Stadt war die Hauptstadt der USA, während Washington, D.C., geplant und gebaut wurde. Außerdem wurde in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Ich war sehr überrascht, als ich nach meinem Auflug gelesen habe, dass Philadelphia mit 1,5 Mio. Einwohnern die fünftgrößte Stadt der USA ist. Irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, alles, das uns in der Stadt interessiert hat, an einem Tag zu sehen - und das noch dazu ohne eine einzige Fahrt mit der U-Bahn! Ich kann die Stadt also auch für einen Tagesausflug bedenkenlos weiterempfehlen, besonders, wenn man sich dazu so schönes Frühlingswetter aussucht wie wir!
Wir hatten Glück, dass unser Bus direkt im historischen Zentrum von Philadelphia angehalten hat. Da wir noch nicht richtig geplant hatten, was wir alles anschauen wollen, sind wir zuerst ins Independence Visitor Center gegangen. Dort haben wir uns als erstes einen sehr patriotischen, aber ziemlich gut gemachten Film über die Unabhängigkeitserklärung und den Unabhängigkeitskrieg angeschaut. Danach haben wir uns mit allerlei Stadtplänen und Broschüren bewaffnet und uns daran gemacht, die ersten historischen Stätten zu erkunden. Direkt gegenüber liegt das President's House Memorial an der Stelle, wo einst das Haus des ersten Präsidenten der USA, George Washington, stand. Das Memorial erinnert an die Sklaven, die damals im und am Haus gearbeitet haben.
Direkt dahinter steht das Gebäude, in dem die Liberty Bell steht. Das ist die Glocke, die 1776 geläutet wurde, um das Verlesen der Unabhängigkeitserklärung anzukündigen und zu feiern. Um zur Glocke zu gelangen, muss man erst mal am sehr unfreundlichen Security-Check vorbei. Dort wurden nicht nur unsere Handtaschen bis in die kleinste Ecke durchsucht, sondern wir mussten uns auch noch anmeckern lassen, wo wir denn herkommen und ob wir noch nie Security gesehen haben, weil wir nicht gleich von Anfang an unsere Jacken ausgezogen haben, damit man auch sehen kann, dass wir da keine Knarren drunter haben. Überhaupt musste ich, glaube ich, noch in keiner amerikanischen Stadt an so vielen Security-Checks vorbei wie in Philadelphia.
In der Nähe der Liberty Bell stehen viele schöne alte rote Backsteinhäuser, die alle eine historische Bedeutung haben. Mit so viel Geschichte habe ich allerdings ein wenig den Überblock verloren, was genau was ist. Eines davon ist die Independence Hall, in der die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde und über die Verfassung der USA debattiert wurde.
Daneben befindet sich sozusagen der Vorläufer des Kapitols in Washington, D.C.: der erste Sitz von Senat und Repräsentantenhaus der USA.
Danach sind wir zu ein paar schönen Plätzen, Straßen und Häusern spaziert.
Mittags haben wir uns mit Irina getroffen, einer anderen Bulgarierin, die Gergana von ihrer Orientation in Bulgarien kannte. Zusammen sind haben wir uns auf den Weg ins Chinatown gemacht, das im Vergleich zu dem in New York sehr, sehr klein ist. Eigentlich besteht es nur aus einer einzigen Straße. Danach haben wir zur Belohnung für den ganzen langen Weg, den wir schon gegangen sind, ein leckeres Philly Cheesesteak gegessen. Schlau, wie wir sind, haben wir uns zum Glück zu zweit nur eines bestellt - das hat uns mit den Pommes, die es dazu gibt, auch völlig gereicht!
Dann haben wir uns auch schon auf den Weg zum Phildelphia Museum of Art gemacht. Unterwegs am Benjamin Franklin Parkway stehen jede Menge historische und Gebäude und Museen. Außerdem hängen links und rechts von der Straße die Flaggen aller Länder der Welt.
Vor dem Museum steht ein Brunnen mit allerlei Statuen, den wir für uns entdeckt haben. Ich glaube, wir sind eine halbe Stunde lang darauf rumgeklettert und haben Fotos gemacht.
Natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, wie Rocky im Film die Treppen vor dem Museum hochzulaufen. Das sind aber ganz schön viele Treppen - da kann es schon mal passieren, dass man den Überblick verliert und stolpert. Und wem ist das natürlich passiert? Richtig, mir. Hab mir aber nicht wehgetan, sondern habe mich im Gegenteil gleich wieder aufgerappelt und bin weitergelaufen!
Von oben hat man einen schönen Blick auf Downtown Philadelphia mit der City Hall und einem Hochhaus, das mich sehr an das Chrysler Building in New York erinnert. Dort sind wir hingegangen, nachdem wir uns vor dem Museum von unserem Treppenspurt ausgeruht hatten.
Dank Gergana haben wir dann noch ein verstecktes Kunstwerk entdeckt: die Philadelphia Magic Gardens. Das ist so etwas Besonderes, das ich gar nicht so recht weiß, wie ich es beschreiben soll. Am Besten sollte man es sich selbst anschauen. Wer gerade nicht in der Nähe von Philadelphia wohnt, kann sich ja stattdessen an meinen Bildern erfreuen. So viel sei gesagt: die Magic Gardens sind ein riesiges Gesamtkunstwerk, ein Mosaik, das sich über zwei Stockwerke in einem Haus und einen angrenzenden Außenbereich erstreckt, in dem man durch Mosaik-Tunnels, über Mosaik-Böden, zwischen Mosaik-Mauern und über Mosaik-Brücken gehen kann.
Danach haben wir den Abend gemütlich in einem deutschen Restaurant ausklingen lassen, dass uns jemand ganz am Anfang des Tages im Independence Visitor Center empfohlen hatte. Ich war zuerst ein bisschen skeptisch, weil das eine deutsche Restaurant, in dem ich davor in New York war, sich als ziemlicher Reinfall entpuppt hat. Die leckeren Käsespätzle und ein kühles Bier haben mich dann aber schnell wieder überzeugt!
Gergana und ich haben auf unserem Ausflug festgestellt, dass wir sehr gut miteinander reisen können, weil wir uns immer einig sind, wohin wir gehen wollen, wie lange wir da bleiben wollen und einfach, weil wir uns super verstehen. Deswegen mache ich auch meine nächste Reise mit ihr: nächste Woche nach Chicago. Also: Stay tuned!
In Philadelphia gibt es viel Historisches zu sehen. Die Stadt war die Hauptstadt der USA, während Washington, D.C., geplant und gebaut wurde. Außerdem wurde in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Ich war sehr überrascht, als ich nach meinem Auflug gelesen habe, dass Philadelphia mit 1,5 Mio. Einwohnern die fünftgrößte Stadt der USA ist. Irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, alles, das uns in der Stadt interessiert hat, an einem Tag zu sehen - und das noch dazu ohne eine einzige Fahrt mit der U-Bahn! Ich kann die Stadt also auch für einen Tagesausflug bedenkenlos weiterempfehlen, besonders, wenn man sich dazu so schönes Frühlingswetter aussucht wie wir!
Wir hatten Glück, dass unser Bus direkt im historischen Zentrum von Philadelphia angehalten hat. Da wir noch nicht richtig geplant hatten, was wir alles anschauen wollen, sind wir zuerst ins Independence Visitor Center gegangen. Dort haben wir uns als erstes einen sehr patriotischen, aber ziemlich gut gemachten Film über die Unabhängigkeitserklärung und den Unabhängigkeitskrieg angeschaut. Danach haben wir uns mit allerlei Stadtplänen und Broschüren bewaffnet und uns daran gemacht, die ersten historischen Stätten zu erkunden. Direkt gegenüber liegt das President's House Memorial an der Stelle, wo einst das Haus des ersten Präsidenten der USA, George Washington, stand. Das Memorial erinnert an die Sklaven, die damals im und am Haus gearbeitet haben.
Direkt dahinter steht das Gebäude, in dem die Liberty Bell steht. Das ist die Glocke, die 1776 geläutet wurde, um das Verlesen der Unabhängigkeitserklärung anzukündigen und zu feiern. Um zur Glocke zu gelangen, muss man erst mal am sehr unfreundlichen Security-Check vorbei. Dort wurden nicht nur unsere Handtaschen bis in die kleinste Ecke durchsucht, sondern wir mussten uns auch noch anmeckern lassen, wo wir denn herkommen und ob wir noch nie Security gesehen haben, weil wir nicht gleich von Anfang an unsere Jacken ausgezogen haben, damit man auch sehen kann, dass wir da keine Knarren drunter haben. Überhaupt musste ich, glaube ich, noch in keiner amerikanischen Stadt an so vielen Security-Checks vorbei wie in Philadelphia.
In der Nähe der Liberty Bell stehen viele schöne alte rote Backsteinhäuser, die alle eine historische Bedeutung haben. Mit so viel Geschichte habe ich allerdings ein wenig den Überblock verloren, was genau was ist. Eines davon ist die Independence Hall, in der die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde und über die Verfassung der USA debattiert wurde.
Daneben befindet sich sozusagen der Vorläufer des Kapitols in Washington, D.C.: der erste Sitz von Senat und Repräsentantenhaus der USA.
Danach sind wir zu ein paar schönen Plätzen, Straßen und Häusern spaziert.
Mittags haben wir uns mit Irina getroffen, einer anderen Bulgarierin, die Gergana von ihrer Orientation in Bulgarien kannte. Zusammen sind haben wir uns auf den Weg ins Chinatown gemacht, das im Vergleich zu dem in New York sehr, sehr klein ist. Eigentlich besteht es nur aus einer einzigen Straße. Danach haben wir zur Belohnung für den ganzen langen Weg, den wir schon gegangen sind, ein leckeres Philly Cheesesteak gegessen. Schlau, wie wir sind, haben wir uns zum Glück zu zweit nur eines bestellt - das hat uns mit den Pommes, die es dazu gibt, auch völlig gereicht!
Dann haben wir uns auch schon auf den Weg zum Phildelphia Museum of Art gemacht. Unterwegs am Benjamin Franklin Parkway stehen jede Menge historische und Gebäude und Museen. Außerdem hängen links und rechts von der Straße die Flaggen aller Länder der Welt.
Vor dem Museum steht ein Brunnen mit allerlei Statuen, den wir für uns entdeckt haben. Ich glaube, wir sind eine halbe Stunde lang darauf rumgeklettert und haben Fotos gemacht.
Natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, wie Rocky im Film die Treppen vor dem Museum hochzulaufen. Das sind aber ganz schön viele Treppen - da kann es schon mal passieren, dass man den Überblick verliert und stolpert. Und wem ist das natürlich passiert? Richtig, mir. Hab mir aber nicht wehgetan, sondern habe mich im Gegenteil gleich wieder aufgerappelt und bin weitergelaufen!
Von oben hat man einen schönen Blick auf Downtown Philadelphia mit der City Hall und einem Hochhaus, das mich sehr an das Chrysler Building in New York erinnert. Dort sind wir hingegangen, nachdem wir uns vor dem Museum von unserem Treppenspurt ausgeruht hatten.
Dank Gergana haben wir dann noch ein verstecktes Kunstwerk entdeckt: die Philadelphia Magic Gardens. Das ist so etwas Besonderes, das ich gar nicht so recht weiß, wie ich es beschreiben soll. Am Besten sollte man es sich selbst anschauen. Wer gerade nicht in der Nähe von Philadelphia wohnt, kann sich ja stattdessen an meinen Bildern erfreuen. So viel sei gesagt: die Magic Gardens sind ein riesiges Gesamtkunstwerk, ein Mosaik, das sich über zwei Stockwerke in einem Haus und einen angrenzenden Außenbereich erstreckt, in dem man durch Mosaik-Tunnels, über Mosaik-Böden, zwischen Mosaik-Mauern und über Mosaik-Brücken gehen kann.
Danach haben wir den Abend gemütlich in einem deutschen Restaurant ausklingen lassen, dass uns jemand ganz am Anfang des Tages im Independence Visitor Center empfohlen hatte. Ich war zuerst ein bisschen skeptisch, weil das eine deutsche Restaurant, in dem ich davor in New York war, sich als ziemlicher Reinfall entpuppt hat. Die leckeren Käsespätzle und ein kühles Bier haben mich dann aber schnell wieder überzeugt!
Gergana und ich haben auf unserem Ausflug festgestellt, dass wir sehr gut miteinander reisen können, weil wir uns immer einig sind, wohin wir gehen wollen, wie lange wir da bleiben wollen und einfach, weil wir uns super verstehen. Deswegen mache ich auch meine nächste Reise mit ihr: nächste Woche nach Chicago. Also: Stay tuned!
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